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Biodiversität. Kap. 4.1

Veränderungen des Phytoplanktons in der Nordsee

Johannes Rick & Karen Helen Wiltshire

Kurzfassung: Für die Nordsee konnten Trends des Phytoplanktons mit Temperatur- und meteorologischen Änderungen (z.B. NAO, nordatlantischer Oszillationsindex) nachgewiesen werden. Z.B. belegen Daten des Continuous Plankton Recorders Veränderungen der Planktonverteilung, -häufigkeit und -saisonalität sowie das vermehrte Auftreten subtropischer oder wärmeliebender Arten. Die fortschreitende Meeresversauerung scheint das Phytoplankton der Nordsee bislang noch nicht negativ zu beeinflussen. Die Liste neu eingewanderter bzw. eingeschleppter Arten ist nach wie vor übersichtlich. Zumeist werden wärmeliebende Neuankömmlinge durch spezielle Strömungslagen in die Nordsee verbracht. Eine Fallstudie im Bereich des Sylter Wattenmeers zeigt z.T. starke Veränderungen der Phytoplankton-Biozönose im Zeitraum von 1987 bis 2013 parallel mit steigenden Wassertemperaturen und abnehmendem Eutrophierungsgrad.
Phytoplankton change in the North Sea: For the North Sea trends in phytoplankton parameters could be attributed to SST rise and meteorological changes (e.g. NAO). CPR data display shifts in phytoplankton distribution, abundance, phenology and an increasing appearance of subtropical species. To date ocean acidification shows no negative impact on the phytoplankton. The compilation of alien phytoplankton species is still surprisingly short. Mostly subtropical warm-water species are transported into the North Sea by ocean currents. A case study in waters of the Sylt Wadden Sea (Lter Sylt Roads) revealed important changes within the phytoplankton community in parallel to rising SST and decreasing eutrophication.