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Der Meeresspiegel steigt an. Ursachen: Das Abschmelzen des Eises der Erde, die Erwärmung des Meerwassers und der Grundwasserverbrauch.

Der Meeresspiegel steigt an. Ursachen: Das Abschmelzen des Eises der Erde, die Erwärmung des Meerwassers und der Grundwasserverbrauch.

Graphik: Der GMSLR (1992-2012) anhand von Messungen durch Satellitenaltimetrie (NASA/CNES Topex/Poseidon und Jason-1 sowie NASA/CNES/NOAA/Eumetsat Jason-2). Die Weltkarte zeigt über die Kontinente ein Anwachsen der Wassermassen (blau) aufgrund der Intensivierung der Niederschlägen als Folge des »La Niña« (2010-11). Diese führte zu einer vorübergehenden Senkung des GMSLR während dieser Zeit (http:// www.nasa.gov/topics/earth/features/pia16294. html#.UtaVCrSFfps). Veränderungen des Meeresspiegels gehören zu den wichtigsten Folgen einer Klimaänderung. Ein Meeresspiegelanstieg von wenigen Zentimetern bewirkt in flachen Gebieten einen Rückzug der Küstenlinie von Metern. Der infolge der heutigen schnellen Erderwärmung beschleunigte Meeresspiegelanstieg stellt ein wichtiges globales Problem des aktuellen Klimawandels dar, da ein beträchtlicher Anteil der Weltbevölkerung in Küstennähe siedelt. Betroffen sind vor allem tief liegende Inseln und Küstengebiete. Bedroht sind in erster Linie arme Länder, die nicht in der Lage sind, wirksame Küstenschutzmaßnahmen zu treffen. Hierbei ist z.B. Bangladesch zu nennen. Dort leben ca. 17 Mio. Menschen in Gebieten, die tiefer als 1 m über dem Meeresspiegel liegen und bereits heute bei Extremwetter überschwemmt werden. Zu den gefährdeten Inselgruppen gehören Marshall, Kiribati, Tuvalu, Tonga, Line, Mikronesien und Cook im Pazifik sowie Antigua und Nevis im Atlantik sowie die Malediven im Indischen Ozean. Der Meeresspiegelansteig zeigt seit Jahrzehnten eine steigende Tendenz. Von etwa 1,7 mm/Jahr vor 4 Jahrzehnten betrug der Anstieg in den 1990er Jahren etwa 3 mm/Jahr. Diese Beschleunigung hat sich fortgesetzt. Nach NASA betrug der Meeresspiegelanstieg in den letzten Jahren fast 3.2 mm/Jahr. Wenn die CO2-Emission nicht gebremst wird, ist ein noch schnellerer Anstieg nicht zu vermeiden. » Mehr Details im Buch: Warnsignal Klima: Die Meere – Änderungen & Risiken.  Kap. 2.7 (Köhl & Stammer) und Kap. 3.3 (Schröter). Hrsg: Lozán J.L. H. Grassl, L....
Der Klimawandel und die Gefahren für die arktische Bevölkerung

Der Klimawandel und die Gefahren für die arktische Bevölkerung

Rechtes Bild: Sami-reindeer-gathering-in-lapland-finland. Photo: © JDEstevao – Stockphoto Linkes Bild: Herd of reindeers. Photo: © Nadezhda Bolotina – Fotolia Die Landgebiete von Asien, Europa und Nordamerika ermöglichen vor allem in den südlichen Bereichen der Arktis eine menschliche Besiedlung. Zurzeit leben dort rund 4 Mio. Menschen, wovon ca. 50% im russischen Teil ansässig sind. Gegenüber Umweltveränderungen hat sich in der Vergangenheit die Urbevölkerung der polaren Regionen aufgrund ihrer angepassten Lebensweise meist als belastbar und flexibel erwiesen. Sie tragen nichts zum globalen CO2-Ausstoss bei; dennoch wird der gegenwärtige Klimawandel ihre beiden wichtigsten Wirtschaftszweige, die Rentierhaltung und den Fang von Meeressäugern, nachhaltig beeinflussen. Insbesondere werden das schnelle und tiefe Auftauen des Dauerfrostbodens im Binnenland eine große Rolle spielen und die Mobilität der Bevölkerung und die Weidemöglichkeiten der Rentierherden einschränken. An den Küsten wird die Verringerung der Eisdecke und die Verkürzung der Vereisungsdauer die traditionellen saisonalen Fangmöglichkeiten stark einschränken. Hinzu kommen Veränderungen in der Tierwelt durch allmähliche, nicht vorhersehbare Abwanderungen bestimmter Tierarten oder Veränderungen ihrer Wanderwege als Reaktion auf einen Anstieg der Meerestemperatur. In den letzten Jahrhunderten sind die einzigartigen Kulturen der Polarvölker durch Missionierung, Alkoholmissbrauch und eingeschleppte Krankheiten nicht nur grundlegend verändert, sondern z.T. auch vernichtet worden. Es wäre bedauerlich, wenn dieses Zerstörungswerk indirekt durch den von den Industriestaaten initiierten Klimawandel fortgesetzt...
Erderwärmung und die Überträger (Vektoren) von Krankheitserregern

Erderwärmung und die Überträger (Vektoren) von Krankheitserregern

Photos: Rolf Garms Links: Anopheles gambiae Rechts: Aedes aegypti. Vektoren und die von Ihnen übertragenen Erreger brauchen bestimmte Temperaturen, um den Infektionszyklus effektiv aufrecht zu erhalten. Eine Erwärmung erweitern häufig die entsprechenden endemischen Gebiete. Daher ist oft eine Abhängigkeit zwischen Klimaschwankungen und Inzidenz bestimmter Infektionen zu beobachten. Insb. für Stechmücken kann festgestellt werden, dass Erwärmung verkürzte Entwicklungszeit, häufigere Eiablage und höhere Stechfrequenz bedeuten. Für die zu übertragenen Erreger bedeutet das eine verkürzte äußere Inkubationszeit, das heißt die Mücke wird schneller infektiös. Insgesamt ist hier mit der Erwärmung mit einer Zunahme der Infektionen sowie auch mit einer Ausweitung des endemischen Gebietes bestimmter vektorgebundener Infektionen zu rechnen. Ein verstärkender Effekt ist auch dann zu beobachten, wenn sich die Frequenzen von Regenepisoden u. Reproduktionszyklen der Mücken ähneln. » Weitere Details sind im Buch Warnsignal Klima: Gesundheitsrisiken (Kap. 3.2.1, 3.2.4 und 3.2.5)...
Waldbrände werden häufiger mit dem Klimawandel

Waldbrände werden häufiger mit dem Klimawandel

Foto: Waldbrand Russland 2008 – Photo: Global Fire Monitoring Center, GFMC, Freiburg. Die Erderwärmung begünstigt in Regionen mit wenigen Niederschlägen die Waldbrände. Durch die Brände wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt und die Erderwärmung weiter verstärkt. Neben CO2 gibt es bei den Waldbränden auch Emission von Aerosolen, die typischerweise bei Verbrennung von Biomasse freigesetzt werden. Sie haben in der Regel einen Abkühlungseffekt, weil sie die Sonneneinstrahlung etwas schwächen. In der Erdgeschichte sind Waldbrände natürliche Vorgänge im Ökosystem Erde. Heute vermutet man, dass ein beträchtlicher Anteil der weltweit beobachteten Waldbrände direkt von Menschen verursacht werden. Ein weiterer Teil beruht auf der Erwärmung. Verheerende Waldbrände gab es beispielsweise in Australien 2009, 2012 sowie 2013 und in Portugal 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013. Auch in Russland, USA und Spanien werden fast jedes Jahr große Waldbrände...
Wetterextreme wie Dürre und Trockenheit werden häufiger

Wetterextreme wie Dürre und Trockenheit werden häufiger

Photos: Zdenka Hajkova Ein langer Zeitraum mit keinen oder wenigen Niederschlägen wird Dürre genannt. Die Folgen sind Missernten und geringere Erträge, damit steigende Preise für die betroffenen landwirtschaftlichen Produkte (auch für Viehfutter). In Extremfällen führt dies zu Wassermangel, Hungerperioden und Krankheiten sowie Sterben von Menschen und Tieren. In Regionen mit Wasserkraftwerken kommt es zu Engpässen in der Stromversorgung. Dürren können überall auftreten. Im August 2003 gab es in Deutschland und großen Teilen Europas einen so genannten Jahrhundertsommer mit mehr als 50.000 zusätzlichen Sterbefällen. Arme Länder sind stärker gefährdet. In der Geschichte ist die extreme Dürre in Indien vor ca. 140 Jahren (1876-77) zu erwähnen. Diese Katastrophe hatte das Sterben von 3 Mio. Menschen an Unterernährung und 3 Mio. an Cholera u.a. zur Folge. Mit dem Klimawandel nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass extreme Dürren in ariden und semi-ariden Regionen auftreten, da viele dieser Regionen trockener werden. » Mehr Details im Buch WARNSIGNAL KLIMA: Genug Wasser für alle? Kap. 3.2.8 und 3.2.10 (Hrsg.: Lozan, J.L., H. Grassl, L. Karbe & Chr.-D.-Schönwiese...
Schäden durch Wetterextreme nehmen zu

Schäden durch Wetterextreme nehmen zu

Linkes Bild: Hurricane Sandy destruction. © Leonard Zhukovsky – Fotolia 46476914 Rechtes Bild: Hurricane Sandy destruction. © Leonard Zhukovsky – Fotolia 46739429 Überschwemmungen in Zentraleuropa (Tschechien, Deutschland und Polen),- Waldbrände in Australien, Russland, Spanien und Portugal,- Hochwasser in Pakistan, Sri-Lanka und Spanien,- allein die USA werden z.Z. pro Jahr von durchschnittlich 7 Hurrikanen und 1.000 Tornados heimgesucht. Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten, er kann jedoch noch auf ein beherrschbares Maß gedämpft werden. Die Anzahl sowie das Ausmaß der Schäden durch Wetterextreme sind seit Beginn dieses Jahrhunderts außergewöhnlich hoch. Große Versicherungen z.B. die Munich Re weisen auf den möglichen Zusammenhang zwischen den sich häufenden Wetterextremen und dem Klimawandel hin. Der ehemalige Chefökonom der Weltbank (N.Stern) schreibt, dass die direkten und indirekten Folgen des Klimawandels derzeit im Mittel 5% des globalen Bruttoinlandsproduktes pro Jahr verschlingen – und dass sich dieser Wert auf 20% erhöhen wird, sollte die Menschheit nichts gegen die Erderwärmung unternehmen. Dieses könnte die Weltökonomie in die schwerste Rezession stürzen und Kosten von mehr als 9 Billionen Euro pro Jahr verursachen. » Mehr Details in Warnsignal Klima: Genug Wasser für alle? Kap. 3.2.11 (Kron) – Hrsg. Lozán, J.L. H. Grassl, P. Hupfer, L. Karbe & & Chr.-D....