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Eis der Erde – Buch Kap.3.2

Schnee im Klimasystem: Wechselwirkungen und aktuelle Veränderungen

Monika Prasch (Universität München)

Kurzfassung: Schnee erfüllt im Zusammenspiel mit den vorherrschenden Klimabedingungen zahlreiche wichtige Funktionen. So werden der Auf- und Abbau einer Schneedecke unter dem Einfluss des lokalen Klimas sowie die damit verbundene Zwischenspeicherung und verzögerte Abgabe des Schmelzwassers als Trinkwasser aus diesem natürlichen Reservoir erläutert. Ihre Bedeutung für die Wasserverfügbarkeit verschiedener Regionen unter derzeitigen und künftigen klimatischen Bedingungen verdeutlichen Beispiele der Oberen Donau und des Himalayas. Die Funktion der Schneedecke, Pflanzen vor Frost oder Gletschereis vor dem Abschmelzen zu schützen, wird beschrieben und die Folgen des anthropogen verursachten Klimawandels skizziert. Rückkopplungseffekte auf das Klima aufgrund einer veränderten Albedo bzw. nicht mehr benötigter Schmelzenergie für Schnee werden beschrieben. Die Darstellung weiterer Folgen der Wechselwirkung von Schnee und Klima auf die Natur und den Menschen bilden den Abschluss.
Snow in the climate system: interactions and current changes – The interplay of snow with the prevailing climatic conditions fullfils many important functions. The accumulation and ablation of a snow cover under the influence of the local climate and the associated storage and delayed release of melt water as drinking water from this natural reservoir are explained. The importance of this function for the availability of water in different regions under current and future climatic conditions is exemplified by the Upper Danube and the Himalayas. How snow cover protects plants against frost or prevents glacial ice from melting is described and the consequences of anthropogenic climate change are outlined. Feedback effects on the climate due to changes in albedo or energy, no longer required for melting snow, are described. The presentation of further consequences of the interaction of snow and climate on nature and on humans form the conclusion.