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Erderwärmung und die Überträger (Vektoren) von Krankheitserregern

Erderwärmung und die Überträger (Vektoren) von Krankheitserregern

Photos: Rolf Garms

Links: Anopheles gambiae

Rechts: Aedes aegypti.

Vektoren und die von Ihnen übertragenen Erreger brauchen bestimmte Temperaturen, um den Infektionszyklus effektiv aufrecht zu erhalten. Eine Erwärmung erweitern häufig die entsprechenden endemischen Gebiete. Daher ist oft eine Abhängigkeit zwischen Klimaschwankungen und Inzidenz bestimmter Infektionen zu beobachten. Insb. für Stechmücken kann festgestellt werden, dass Erwärmung verkürzte Entwicklungszeit, häufigere Eiablage und höhere Stechfrequenz bedeuten. Für die zu übertragenen Erreger bedeutet das eine verkürzte äußere Inkubationszeit, das heißt die Mücke wird schneller infektiös. Insgesamt ist hier mit der Erwärmung mit einer Zunahme der Infektionen sowie auch mit einer Ausweitung des endemischen Gebietes bestimmter vektorgebundener Infektionen zu rechnen. Ein verstärkender Effekt ist auch dann zu beobachten, wenn sich die Frequenzen von Regenepisoden u. Reproduktionszyklen der Mücken ähneln.

» Weitere Details sind im Buch Warnsignal Klima: Gesundheitsrisiken (Kap. 3.2.1, 3.2.4 und 3.2.5) enthalten.