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Warnsignal Klima: GESUNDHEITSRISIKEN – GEFAHREN FÜR PFLANZEN, TIERE & MENSCHEN

Kap.5 Was soll getan werden?

5.9  Gefährdung von Naturschutzgebieten und mögliche Anpassungsstrategien

Katrin Vohland, Museum für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung


 

Zusammenfassung: Gefährdung von Naturschutzgebieten und mögliche Anpassungsstrategien – Schutzgebiete behalten ihre wichtige Rolle im Rahmen von Naturschutzaktivitäten, da viele Lebensräume durch Landnutzungen beeinträchtigt oder ganz verschwunden sind. Der Klimawandel erhöht jedoch das Risiko, dass bestimmte Schutzgebiete nicht länger die Arten oder auch Biotope und Lebensräume beherbergen, für deren Schutz sie ursprünglich angelegt wurden. Die Anpassung des Schutzgebietsmanagements an neue Habitatbedingungen stellt Naturschutzstrategien vor neue Anforderungen. Die gesamte Landschaft sollte geeigneter für die Besiedlung wilder Tiere und Pflanzen werden, und damit die Migration und Ausbreitung zwischen verschiedenen Habitaten erlauben. Zudem sollten natürliche mikroevolutionäre Prozesse unterstützt werden. Degradierte Ökosysteme sollten ökologisch aufgewertet werden. All diese Prozesse dienen dazu, den Raum zu vergrößern, der nötig ist, damit ökosystemare Prozesse und Dienstleistungen die Folgen des Klimawandels abpuffern.

Summary: Vulnerability of conservation areas and possible adaptation strategies – Protected areas keep their important role in nature conservation because many habitats are under threat from land use change or have disappeared already. Climate change increases the risk that many protected areas might no longer host the plants, animals, and therefore biotopes and ecosystems they have been designed for. Adapting to actual new and expected future habitat conditions has profound implications for nature conservation strategies. One is to ensure that the entire landscape is made more suitable to host wild plants and animals, and to interconnect the various habitats by migration and dispersal pathways. Another one is to support natural dynamic and microevolutionary processes in ecosystems. Finally, degraded and devastated land should be ecologically improved, in order to provide as much space as possible also for the beneficial services of nature in buffering climate change impacts.

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