(bis heute stehen 450 klimarelevante wissenschaftliche Artikel zur Verfügung)

Klimaschützen

Der Klimaschutz ist Aufgabe aller Erdenbürger

Der tief greifende Klimawandel wird im 21.Jahrhundert das Umweltproblem Nr. 1 in der Welt sein

100 Punkte für einen besseren Klimaschutz

(aus Grassl & Klingholz 1990 – “wir klimamacher” – ergänzt)

Würden alle Menschen diese Bürgerpflichten befolgen, wäre ein großer Teil des Klimaproblems bei höherer Lebensqualität im Handumdrehen gelöst. Erzählen Sie deshalb allen, was getan werden muss und was jeder tun kann, um den Ausstoß an Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Lachgas u.a.) zu senken, der zur übermäßigen Erwärmung der Erde führt (Klimaschutz kostet oft nichts)

Das müssen die Umweltpolitiker tun:

  • Die staatliche Förderung von energiesparenden Maßnahmen (Niedrigenergie- und Passivhäuser) muss weiter ausgebaut werden • Stärkere Förderung innovativer Unternehmen mit Lösungen und Technologien, die mehr Klimaschutz ermöglichen • Steuerliche Begünstigung regenerativer Energiequellen, wenn möglich auch durch Subventionen, um deren Markteinführung zu erleichtern • Gewährleistung der Entsorgung der Verpackung der Produkte durch alle Unternehmen • Ausbau und Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehr mit Hilfe von Subventionen • Stufenweise Erhöhung der Energiepreise auf den tatsächlichen Preis, unter Berücksichtigung der Kosten für Klimagefährdung, Umweltverschmutzung, Landschaftszerstörung usw. • Die Energiepreise sollen so gestaffelt werden, dass hoher spezifischer Verbrauch teurer wird • Einstellung der Subvention umweltschädigender Energieträger (z.B. heimische Stein- und Braunkohle in Deutschland) zugunsten von Energiesparprogrammen • Wegfall der Kraftfahrzeugsteuer und Berücksichtigung im Benzinpreis • Wegfall der steuerlichen Begünstigung von Pkw-Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz • Deutliche Erhöhung des Anteil des  Güterferntransports mit der Bahn • Förderung von Bildungs- und Familienplanungsprogrammen, vor allem in der Dritten Welt • Die Förderung energiesparender Maßnahmen und der Ausbau regenerativer Energieträger (Solarenergie, Windenergie, Energie aus Biomasseabfällen) muss ein Schwerpunkt der Entwicklungshilfe der Industrienationen in der Dritten Welt werden. Vermeidung des Ausbaus der Nutzung fossiler Energieträger • Schutz des tropischen Regenwaldes als auch der borealen Wälder (Taiga) durch Entwicklungsprogramme • Wo immer möglich, sollen Aufforstungen vorgenommen werden • Kontinuierliche Stärkung und weitere internationale Koordination der staatlichen Förderung von Klimaforschungsprogrammen.

Schreiben Sie Abgeordneten und fragen Sie, was diese gegen den anthropogenen Treibhauseffekt und für das Energiesparen zu tun gedenken.

Folgendes kann und sollte jeder Einzelne tun:

Maßnahmen zur direkten Energieeinsparung:
• Benutzen Sie Ihr Auto nicht für Kurzstrecken von wenigen Kilometern • Fahren Sie mehr Rad • Machen Sie den nächsten Wochenendausflug zu Fuß oder mit dem Fahrrad  (z.B. Fahrrad-Kurzurlaub) • Tun Sie einmal gar nichts. Nichtstun ist die ökologisch verträglichste Art des Daseins • Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder bilden Sie Fahrgemeinschaften • Reisen Sie vorzugsweise mit der Bahn und vermeiden Sie Kurzstreckenflüge. Manager haben von vier Stunden Bahnfahrt mehr Nutzen als von zweieinhalb Stunden Flughektik • Vermeiden Sie Geschäftsreisen, wenn sich Ihr Auftrag genauso gut per Telefon, Telefax, E-Mail oder Videokonferenz erledigen lässt • Sie erholen sich in einem langen Urlaub besser als wenn Sie mehrmals in einen Kurzurlaub fahren • Benutzen Sie – wenn überhaupt – auch im Ausland ein kleines, leichtes und sparsames Auto mit modernem Katalysator. • Nutzen Sie Wohnungsrenovierungen und vor allem Hausneubauten für eine effektive Isolierung und den Einbau modernster Öl- oder Gasheizungen. In einem gut isolierten Raum fühlen Sie sich wegen der wärmeren Wände bei 19 °C genauso wohler wie in einem schlecht isolierten Raum bei 21 °C • Nutzen Sie die staatlichen Förderprogramme zur Energieeinsparung, wenn Sie bauen • Ziehen Sie bei Kälte in Ihrer Wohnung einen Pullover an. Ein um ein Grad kühleres Zimmer ist nicht nur gesünder, es senkt auch die Heizkosten um ca. 6% • Vermeiden Sie Nachtspeicherheizungen • Lüften Sie richtig: Stoßlüften (5-10 min Durchzug) bei abgestellten Heizkörpern.  Wenn Sie an einem Wintermorgen die Kippfenster öffnen, verliert der Raum —- viel Wärme und noch mehr, wenn die Heizung in Betrieb ist • Machen Sie das Licht in Räumen aus, in denen sich niemand aufhält • Nutzen Sie Energiesparlampen-Glühbirnen • Die Warmwasserzubereitung verbraucht eine Menge Strom. Händewaschen und Zähneputzen geht auch mit kaltem Wasser • Kochen Sie möglichst mit Gas • Setzen Sie den Deckel auf den Topf. Das spart mindestens 6% Energie • Nutzen Sie bei Lebensmitteln, die lange garen müssen, einen Schnellkochtopf. Das spart bis zu 43% Energie • Verzichten Sie beim Wäschewaschen auf den Kochwaschgang. Er ist so gut wie nie erforderlich. Das spart je Waschgang bis zu vier Kilowattstunden Elektroenergie • Tauen Sie Ihren Kühlschrank regelmäßig ab. Sie wollen schließlich Ihre Speisen kalt halten und keine Gefrierfachgletscher züchten • Schalten Sie Ihre Elektrogeräte immer ganz aus; benutzen Sie keinen Stand-by Betrieb. Sie sparen so bares Geld • Achten Sie auf energieeffiziente Drucker, Faxgeräte, Kopierer und Scanner. Da diese häufig nur in Betriebsbereitschaft sind, sollten sie im Leerlauf besonders wenig Strom verbrauchen. Wenn Sie Ihren PC oder Laptop nicht nutzen, schalten Sie ihn aus und trennen Sie ihn vom Stromnetz. Schalten Sie den Bildschirm auch bei kürzeren Arbeitspausen aus • Nutzen Sie Mehrfachsteckdosen, die mit einem Schalter ausgeschaltet werden können • Kaufen Sie anstelle eines Gefrierschrankes nach Möglichkeit eine Gefriertruhe. Beim Gefrierschrank entweicht bei jedem Öffnen die spezifisch schwerere kalte Luft. Der Energieeinspareffekt beträgt ca. 35% • Machen Sie Ihren Arbeitgeber auf jede Art von Energieverschwendung aufmerksam – undichte Fenster, nicht regulierbare Heizkörper, überheizte Räume, tropfende Wasserhähne usw.

Maßnahmen zur indirekten Energieeinsparung:
• Essen Sie weniger Fleisch, auch um der Gesundheit willen • Kaufen Sie mehr heimische Produkte, am besten dort, wo Sie sicher sind, dass die Verteilerwege kurz sind, bspw. auf dem Markt. Jeder gute professionelle Koch kommt so an die frischesten Waren • Kaufen Sie Konsumgüter/Elektrogeräte nur, wenn es nötig ist. Achten Sie bei der Anschaffung von neuen Elektrogeräten auf die Energieeffizienzklasse. Lassen Sie leicht beschädigte Geräte reparieren. Die Herstellung neuer Geräte kostet mehr Energie. Sie helfen damit der Belebung des Handwerks; neue Arbeitsplätze entstehen • Lassen Sie Kaffee nicht auf der Wärmhalteplatte stehen, sondern füllen Sie ihn in eine Thermoskanne um •  Ein Gasherd ist die energieeffizienteste Herdvariante. Glaskeramikplatten sparen gegenüber gusseisernen Platten ebenfalls Strom. Verwenden sie immer passendes Kochgeschirr für die jeweiligen Herdplatten. Dabei sind Pfannen und Töpfe aus Aluminium oder Edelstahl besser als solche aus Emaille • Ein Umluft Backofen ist gegenüber einen Herd mit Ober- und Unterhitze deutlich besser für die Umwelt und den Geldbeutel • Verwenden Sie zum Erhitzen von Kochwasser einen Wasserkocher, sofern Sie keinen Gasherd haben • Wählen Sie beim Geschirrspüler Energiespar- oder Kurzprogramme und lassen Sie ihn erst laufen, wenn er voll ist • Vermeiden Sie überflüssige Elektrogeräte im Haushalt, z.B. elektrisch betriebene Messer und Dosenöffner • Verzichten Sie auf überflüssige Produkte. Eine gute Übersicht bietet das Werbefernsehen, denn für die sinnlosesten Güter muss die Industrie in einer Überflussgesellschaft die umfangreichste Reklame machen.

  • Der beste Umweltschutz ist die Vermeidung von Müll. Nehmen Sie den Korb zum Einkaufen, bringen Sie Wiederverwertbares zum Recycling. Führen Sie konsequent Mülltrennung durch • Sparen Sie wertvolle Rohstoffe. Bei der Verbrennung von Kunststoffen bspw. entstehen Kohlendioxid (CO2) und teilweise umweltverschmutzende Abgase, während bei ihrer Produktion viel Energie benötigt wird • Bevorzugen Sie Pfandflaschen. Vermeiden Sie Einweg und vor allem Plastikflaschen. Getränke aus Plastikflaschen gefährden Ihre Gesundheit, da sie belastende Stoffe für Ihr Hormonsystem enthalten können. Kaufen Sie überhaupt keine Getränke in Dosen • Lassen Sie unnötige Verpackungen im Supermarkt oder Kaufhaus , bis unökologisch verpackte Produkte nicht mehr angeboten werden • Kompostieren Sie abbaubaren Müll, wenn Sie dazu die Möglichkeit haben • Geben Sie Ihren Sondermüll und Ihre nicht mehr benötigten Rohstoffe bei Ihrem nächsten Recyclinghof ab • Benutzen Sie zum Schutz unserer Naturressourcen Recycling-Produkte • Geben Sie nicht mehr erforderliche und/oder verfallene Medikamente in der Apotheke ab.
  • Schützen Sie das Wasser vor unnötiger Verunreinigung. Keine giftigen Stoffe in das Abwassersystem einleiten! Die Klärung des Abwassers ist sehr energieaufwendig • Duschen Sie anstatt zu baden. Sie sparen Wasser und Energie. Die Trinkwassergewinnung ist sehr energieaufwendig • Planen Sie beim Bau oder Umbau Ihres Hauses die Nutzung von Brauchwasser. Bsp. kann Duschwasser auch zur Toilettenspülung benutzt werden • Rüsten Sie Ihre Toilettenspülung mit einer Spartaste aus. Das spart pro Spülung bis zu 50% Wasser. Zurzeit bezahlen Sie ca. EUR 5/m³ Wasser einschl. Abwasser • Nutzen Sie das Regenwasser, beispielsweise zum Blumengießen  • Meiden Sie Chemie im Haushalt – Insektenspray, aggressive Reinigungsmittel, Möbelpolitur u.a. Früher oder später gelangen diese Stoffe in die Gewässer und die Atmosphäre • Verzichten Sie im Garten auf Kunstdünger und Pestizide. Sie schützen damit das Grundwasser.
  • Verwenden Sie beim Bau und Ausbau Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses Holz aus ökologischem Anbau mit Gütesiegel (möglichst heimische Hölzer) • Wandeln Sie Ihren Ziergarten zumindest teilweise in einen Obst- und Gemüsegarten um. Pflanzen Sie alte Sorten. Sie tragen so zur Erhaltung der genetischen Vielfalt bei und haben weniger Pflegearbeiten • Pflanzen Sie Bäume (möglichst heimische Arten) an. Das fördert nicht nur den Klimaschutz, sondern gibt auch Vögeln und Insekten Lebensraum • Wechseln Sie langlebige Gebrauchsgüter wie Möbel (insbesondere solche aus tropischen Hölzern) nicht aus Modegründen. Sie tragen so zur Energieeinsparung und auf mehrfache Weise zur Senkung des Kohlendioxidausstoßes bei.

More Climate Protection –fewer Risks for the Future
Mas Protección Climática – menos Riesgos para el Futuro
Protection climatique renforcée – moins de risques pour l’avenir
Mehr Klimaschutz – weniger Risiken für die Zukunft