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Warnsignal Klima: POLARREGIONEN

Kap.3 Flora, Fauna und Ökosysteme

3.2  Ökophysiologie und Wachstum arktischer Pflanzen im Klimawandel

Reiner Zimmermann, Kurt Loris & Manfred Küppers, Universität Hohenheim


 

Zusammenfassung: Ökophysiologie und Wachstum arktischer Pflanzen im Klimawandel – Auf der Nordhemisphäre erstreckt sich die Arktis zirkumpolar über Nordamerika und Eurasien. Die Südgrenze verläuft zusammen mit der nördlichen Baumgrenze ungefähr entlang der 10° C Juli-Isotherme. Von hier nach Norden werden die Bedingungen für die Existenz der Pflanzen immer ungünstiger, denn die Temperaturen, die Niederschläge und die Vegetationsperiode nehmen stetig ab. Zusätzlich schmälert Permafrost die Nährstoffversorgung. Allerdings verfügen arktische Pflanzen über Anpassungen ihrer physiologischen Prozesse (Photosynthese, Atmung und Wachstum), die ihre Existenz unter diesen extremen Bedingungen gewährleisten. Ob diese Mechanismen ausreichen die Veränderungen des Klimawandels (Erwärmung, höhere Niederschläge im Sommer und Winter, weniger Einstrahlung) auszugleichen, kann bezweifelt werden. Demnach kann davon ausgegangen werden, dass es zu Verschiebungen in der Artenzusammensetzung der Vegetationsgemeinschaften kommen wird.

Physiological ecology and Growth of Arctic Plants in a Changing Climate: The southern limit coincides with the northern tree line and stretches roughly along the 10° C July-isotherm. North-wards the conditions for the plants become harsher, due to decreasing temperature, precipitation and the vegetation period. In addition permafrost restricts the availability of nutrients. However arctic plants are able to adapt their physiological processes (photosynthesis, respiration and growth) to ensure their survival. Whether the ability of the plants shall be flexible enough to compensate the changing climate (warming up, higher precipitation amounts in winter and summer, less light) and to maintain their competition power remains doubtful. Under these circumstances changes of the species composition in the plant communitys are to be expected.

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