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Warnsignale in Bildern

Die Erderwärmung und die Hitzewellen

Linkes Bild: Climate change, global warming. © meryl – Fotolia Rechtes Bild: Forest fire flames. © Ingus Evertovskis – Fotolia Nach Kysely wird unter einer Hitzewelle (auch Hitzeepisode oder Hitzeperiode genannt) eine Folge von mindestens fünf Tagen verstanden, deren Tagesmaxima der Lufttemperatur nicht unter 25°C sinken und im Mittel mindestens 30 °C betragen. Hitzewellen im Sommer sind ein normales Merkmal des Klimas der mittleren Breiten (auch Deutschland). Die klimatologisch normalen Hitzewellen erfuhren mehr Aufmerksamkeit in Zusammenhang mit der Entstehung von Megastädten sowie mit dem anthropogenen Klimawandel. Aufgrund vieler Faktoren wie eines geringen Luftaustausches mit der Umgebung kam es bei Hitzewellen zu einer Überhitzung des Stadtklimas, was zu zahlreichen zusätzlichen Todesopfern führte. Man schätzt, dass die Hitzewelle im Jahre 2003 in Europa mehr als 50.000 zusätzliche Todesfälle forderte. Es wurde dabei beobachtet, dass die erhöhten Mortalitätsraten mit bestimmten Krankheitsgruppen verbunden sind. Birger Tinz, Eberhard Freydank & Peter Hupfer untersuchten die Hitzewellen in Deutschland im 20. und 21. Jahrhundert (siehe Kap. 3.1.7 Buch: Warnsignal Klima: Gesundheitsrisiken) und kommen zu dem Schluss, dass der weltweite anthropogene Klimawandel mit einem beträchtlichen Anstieg der Zahl der Hitzewellen verbunden sein wird. (In Australien wurde in Januar 2013 die größte Hitzewelle seit 10 Jahren gemeldet, mit Rekordtemperaturen von über 40°C in bis zu 80% des... leer más

Käferbefall: Für einige Baumarten ist es nun zu warm

Linkes Bild: Durch Borkenkäfer zerstörter Wald. Photo: © juliaopal – Fotolia Rechtes Bild: Ein mit Borkenkäfern befallener Baum. Photo: © Bernd Becker – Fotolia Gemäß ihrer Herkunft aus den borealen und Gebirgsregionen zeigt die Fichte gegenwärtig eine entsprechende Reaktion. In einigen flachen mitteleuropäischen Regionen ist es zu warm für ihren Anbau, während die kühlen und feuchten Gebirgsregionen gegenwärtig noch gut für den Fichtenanbau ist. In der Zukunft wird diese Region mit Zunahme des warmen und trockenen Klimas kleiner. Es wird in den vergangenen Jahrzehnten eine zunehmende Intensität des Borkenkäferfraßes an der Fichte beobachtet. Das Gleichgewicht verschiebt sich bei der Fichte zugunsten des bestandsbedrohenden Schädlings Borkenkäfer. In einigen Regionen ist daher die Anbaufläche der Fichte stark zurückgegangen » (Mehr Details in WARNSIGNAL KLIMA: Gefahren für Pflanzen, Tiere & Menschen. Kap. 5.10 Christian Kölling. Hrsg. Lozán et al.... leer más

Klimagerechtigkeit

Linkes Bild: Pakistan Flood Devastation. Photo: © GYI NSEA – Stockphoto Rechtes Bild: Überschwemmte Straße in York (England). Photo © Ronald Hudson – fotolia Alle Länder werden durch die Folgen der globalen Erderwärmung betroffen sein. Aber die Entwicklungsänder, die kaum zur Erderwärmung beitragen, sind besonders vulnerabel gegenüber den Folgen globaler Erwärmung. Die OECD-Staaten bzw. die reichen Länder sind in der Lage, sich besser vor den Wirkungen des Klimawandels zu schützen. Die Verursacher der globalen Erwärmung werden  bereits in mehreren internationalen Foren beschuldigt, dass der Klimawandel einen neuen Typus von  Menschenrechtsverletzung darstelle. Da die Folgen des Klimawandels zu erheblichen Kosten führen, sind Kompensationsdebatten zwischen den Treibern der Erwärmung und den geschädigten Ländern und Bevölkerungsgruppen zu erwarten. » Mehr Details in: Warnsignal Klima: Die Meere – Änderungen & Risiken.  Kap.5.12 (D.Messner). Hrsg: Lozán J.L. H. Grassl, L. Reise & L. Karbe (... leer más

Mit der Erwärmung breiten sich die Zecken nach Norden aus

Rechtes Bild: Schild mit Zecken und Wald. Photo: © m.schuckart – Fotolia Linkes Bild: Eine adultes Weibchen der Schafzecke (Dermacentor marginatus). Photo: © Olaf Kahl aus Warnsignal Klima: Gesundheitsrisiken Zecken gehören zur Gruppe der Milben (Acari). Sie sind temporäre, obligatorische Ektoparasiten landlebender Wirbeltiere (Reptilien, Vögel, Säugetiere). Das heißt, sie verbringen meist kürzere (Stunden, Tage, manchmal Wochen) Lebensabschnitte auf ihren Wirten, um Nahrung vorwiegend in Form von Blut aufzunehmen. Dies prädestiniert sie wie andere hämatophage Arthropoden auch, in ihren Wirten befindliche Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Protozoen) aufzunehmen und sie später auf andere Wirtsindividuen zu übertragen. Man spricht diesbezüglich von Vektoren. Das prominenteste Beispiel in Europa ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), der u.a. die bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose, Borrelia burgdorferi s.l. und das Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Virus sowie andere Krankheiten wie Q-Fieber, Rickettsiosen und Ehrlichiosen überträgt. Weltweit sind über 850 Zeckenarten beschrieben. Für ihre Verbreitung der Zecken kommt neben der Feuchte der Temperatur eine besondere Bedeutung zu. Entsprechend werden ihre nördliche Verbreitung und in ähnlicher Weise ihre Höhenverbreitung in Gebirgen durch die Erderwärmung begünstigt. In diesem Zusammenhang steht auch die Zunahme der Borreliose- und FSME-Inzidenzen. Vergleicht man die durchschnittlichen FSME-Inzidenzen der Zeiträume 1974/1983 und 1994/2003 in den 10 wichtigsten FSME-Ländern so stellt man eine Steigerung auf 411% fest. Eine Ausnahme zu diesem Trend bildet Österreich. Die Bevölkerung ist dort inzwischen zu >85% durchgeimpft. Eine Steigerung der FSME-Inzidenzen ist dort nicht feststellbar. Nach 2003 sind in Tschechien, Deutschland, in der Schweiz und vor allem in Polen noch weitere Steigerungsraten zu verzeichnen. Seit 2001 ist die FSME in Deutschland laut Infektionsschutzgesetz eine meldepflichtige Erkrankung. » Weitere Details im Buch Warnsignal Klima: Gesundheitsrisiken (Kap. 3.2.11, 3.2.12, 3.2.13... leer más

Die Gefahr von Allergien nimmt mit dem Klimawandel zu – Jeder 3. Bürger in Deutschland leidet an einer Allergie

Foto: A young woman with a allergy sneezing into handkerchief. © mkrberlin – Stockphoto Die Gründe für die Zunahme der Gefahr von Allergien: Mehr Pollen in der Luft – früherer Start der Pollensaison – längerer Pollenflug und höhere Pollenkonzentrationen. Das ist die Folge des Klimawandels. Aufgrund der Erwärmung fängt die Saison früher an und endet später. Bei manchen Pflanzenarten ist ein Anstieg der Pollenzahl zu beobachten. Hinzu kommt die INVASION neuer Pflanzenarten, die teilweise stark allergen sind. Ein Beispiel dafür ist die Art Ambrosia artemisifolia (Beifußblättriges Traubenkraut), die sich überall in Europa ausbreitet. Alle Ambrosiaarten sind stark allergene Pflanzen. » Mehr Details im Buch Warnsignal Klima: Gefahren für Pflanzen, Tiere & Menschen. Kap. 3.1.5:  Zunahme des Pollenflugs und die Gefahr von Allergien (Menzel & Behrendt). Eds. Lozán J.L. et al.... leer más

Das Problem der Klimaflüchtlinge

Bild: Villagers wade through flood waters after having evacuated their homes on August 10, 2010 in the village of Baseera near Muzaffargarh in Punjab, Pakistan. Photo: © GYINSEA – Stockphotos Manche Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahre 2050 bis zu 200 Mio. Menschen infolge des klimawandelinduzierten Meeresspiegelanstiegs ihre Siedlungsgebiete verlassen haben werden. Die Diskussion konzentriert sich bis heute leider nur auf Mitigation und Anpassung. Das Problem des »Menschenrechtsschutzes« oder der »Klimaflüchtlinge« finden kaum Berücksichtigung. Die strukturelle Verschiedenartigkeit der vorbezeichneten Ansätze und die mit ihnen einhergehende thematische Überlagerung von Umweltschutzpolitik, Entwicklungspolitik und Durchsetzung menschenrechtlicher Standards legen es nahe, künftig einen mehrdimensionalen Ansatz zu verfolgen. So sollte der Schutz der Klimaflüchtlinge in den Regelungszusammenhang sowohl des zwischenstaatlichen Umweltvölkerrechts als auch der internationalen Katastrophenschutzpolitik integriert werden. Gewiss stehen Konzepte wie Billigkeit und Fairness, die in jenen Grundsätzen als Tatbestandsvoraussetzungen verankert sind, der Einbeziehung menschenrechtlicher Aspekte offen; ob und inwieweit ihre Berücksichtigung in der Staatenpraxis im globalen Kontext der Erderwärmung als legitim und/oder geboten betrachtet werden wird (allgemein akzeptiert ist dies bislang lediglich in grenznachbarschaftlichen Verhältnissen), kann freilich wiederum erst die Zukunft zeigen. » Mehr Details in: Warnsignal Klima: Die Meere – Änderungen & Risiken. Kap.5.12 (D.Messner). Hrsg: Lozán J.L. H. Grassl, L. Reise & L. Karbe (... leer más

Der Meeresspiegel steigt an. Ursachen: Das Abschmelzen des Eises der Erde, die Erwärmung des Meerwassers und der Grundwasserverbrauch.

Graphik: Der GMSLR (1992-2012) anhand von Messungen durch Satellitenaltimetrie (NASA/CNES Topex/Poseidon und Jason-1 sowie NASA/CNES/NOAA/Eumetsat Jason-2). Die Weltkarte zeigt über die Kontinente ein Anwachsen der Wassermassen (blau) aufgrund der Intensivierung der Niederschlägen als Folge des »La Niña« (2010-11). Diese führte zu einer vorübergehenden Senkung des GMSLR während dieser Zeit (http:// www.nasa.gov/topics/earth/features/pia16294. html#.UtaVCrSFfps). Veränderungen des Meeresspiegels gehören zu den wichtigsten Folgen einer Klimaänderung. Ein Meeresspiegelanstieg von wenigen Zentimetern bewirkt in flachen Gebieten einen Rückzug der Küstenlinie von Metern. Der infolge der heutigen schnellen Erderwärmung beschleunigte Meeresspiegelanstieg stellt ein wichtiges globales Problem des aktuellen Klimawandels dar, da ein beträchtlicher Anteil der Weltbevölkerung in Küstennähe siedelt. Betroffen sind vor allem tief liegende Inseln und Küstengebiete. Bedroht sind in erster Linie arme Länder, die nicht in der Lage sind, wirksame Küstenschutzmaßnahmen zu treffen. Hierbei ist z.B. Bangladesch zu nennen. Dort leben ca. 17 Mio. Menschen in Gebieten, die tiefer als 1 m über dem Meeresspiegel liegen und bereits heute bei Extremwetter überschwemmt werden. Zu den gefährdeten Inselgruppen gehören Marshall, Kiribati, Tuvalu, Tonga, Line, Mikronesien und Cook im Pazifik sowie Antigua und Nevis im Atlantik sowie die Malediven im Indischen Ozean. Der Meeresspiegelansteig zeigt seit Jahrzehnten eine steigende Tendenz. Von etwa 1,7 mm/Jahr vor 4 Jahrzehnten betrug der Anstieg in den 1990er Jahren etwa 3 mm/Jahr. Diese Beschleunigung hat sich fortgesetzt. Nach NASA betrug der Meeresspiegelanstieg in den letzten Jahren fast 3.2 mm/Jahr. Wenn die CO2-Emission nicht gebremst wird, ist ein noch schnellerer Anstieg nicht zu vermeiden. » Mehr Details im Buch: Warnsignal Klima: Die Meere – Änderungen & Risiken.  Kap. 2.7 (Köhl & Stammer) und Kap. 3.3 (Schröter). Hrsg: Lozán J.L. H. Grassl, L.... leer más

Der Klimawandel und die Gefahren für die arktische Bevölkerung

Rechtes Bild: Sami-reindeer-gathering-in-lapland-finland. Photo: © JDEstevao – Stockphoto Linkes Bild: Herd of reindeers. Photo: © Nadezhda Bolotina – Fotolia Die Landgebiete von Asien, Europa und Nordamerika ermöglichen vor allem in den südlichen Bereichen der Arktis eine menschliche Besiedlung. Zurzeit leben dort rund 4 Mio. Menschen, wovon ca. 50% im russischen Teil ansässig sind. Gegenüber Umweltveränderungen hat sich in der Vergangenheit die Urbevölkerung der polaren Regionen aufgrund ihrer angepassten Lebensweise meist als belastbar und flexibel erwiesen. Sie tragen nichts zum globalen CO2-Ausstoss bei; dennoch wird der gegenwärtige Klimawandel ihre beiden wichtigsten Wirtschaftszweige, die Rentierhaltung und den Fang von Meeressäugern, nachhaltig beeinflussen. Insbesondere werden das schnelle und tiefe Auftauen des Dauerfrostbodens im Binnenland eine große Rolle spielen und die Mobilität der Bevölkerung und die Weidemöglichkeiten der Rentierherden einschränken. An den Küsten wird die Verringerung der Eisdecke und die Verkürzung der Vereisungsdauer die traditionellen saisonalen Fangmöglichkeiten stark einschränken. Hinzu kommen Veränderungen in der Tierwelt durch allmähliche, nicht vorhersehbare Abwanderungen bestimmter Tierarten oder Veränderungen ihrer Wanderwege als Reaktion auf einen Anstieg der Meerestemperatur. In den letzten Jahrhunderten sind die einzigartigen Kulturen der Polarvölker durch Missionierung, Alkoholmissbrauch und eingeschleppte Krankheiten nicht nur grundlegend verändert, sondern z.T. auch vernichtet worden. Es wäre bedauerlich, wenn dieses Zerstörungswerk indirekt durch den von den Industriestaaten initiierten Klimawandel fortgesetzt... leer más

Erderwärmung und die Überträger (Vektoren) von Krankheitserregern

Photos: Rolf Garms Links: Anopheles gambiae Rechts: Aedes aegypti. Vektoren und die von Ihnen übertragenen Erreger brauchen bestimmte Temperaturen, um den Infektionszyklus effektiv aufrecht zu erhalten. Eine Erwärmung erweitern häufig die entsprechenden endemischen Gebiete. Daher ist oft eine Abhängigkeit zwischen Klimaschwankungen und Inzidenz bestimmter Infektionen zu beobachten. Insb. für Stechmücken kann festgestellt werden, dass Erwärmung verkürzte Entwicklungszeit, häufigere Eiablage und höhere Stechfrequenz bedeuten. Für die zu übertragenen Erreger bedeutet das eine verkürzte äußere Inkubationszeit, das heißt die Mücke wird schneller infektiös. Insgesamt ist hier mit der Erwärmung mit einer Zunahme der Infektionen sowie auch mit einer Ausweitung des endemischen Gebietes bestimmter vektorgebundener Infektionen zu rechnen. Ein verstärkender Effekt ist auch dann zu beobachten, wenn sich die Frequenzen von Regenepisoden u. Reproduktionszyklen der Mücken ähneln. » Weitere Details sind im Buch Warnsignal Klima: Gesundheitsrisiken (Kap. 3.2.1, 3.2.4 und 3.2.5)... leer más

Waldbrände werden häufiger mit dem Klimawandel

Foto: Waldbrand Russland 2008 – Photo: Global Fire Monitoring Center, GFMC, Freiburg. Die Erderwärmung begünstigt in Regionen mit wenigen Niederschlägen die Waldbrände. Durch die Brände wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt und die Erderwärmung weiter verstärkt. Neben CO2 gibt es bei den Waldbränden auch Emission von Aerosolen, die typischerweise bei Verbrennung von Biomasse freigesetzt werden. Sie haben in der Regel einen Abkühlungseffekt, weil sie die Sonneneinstrahlung etwas schwächen. In der Erdgeschichte sind Waldbrände natürliche Vorgänge im Ökosystem Erde. Heute vermutet man, dass ein beträchtlicher Anteil der weltweit beobachteten Waldbrände direkt von Menschen verursacht werden. Ein weiterer Teil beruht auf der Erwärmung. Verheerende Waldbrände gab es beispielsweise in Australien 2009, 2012 sowie 2013 und in Portugal 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013. Auch in Russland, USA und Spanien werden fast jedes Jahr große Waldbrände... leer más