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Warnsignal Klima: DIE MEERE / ÄNDERUNGEN & RISIKEN

Kap.1 Das Meer und seine Entwicklung

1.7   Meeresküsten

Karsten Reise (Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, List/Sylt)


 

Zusammenfassung: Meeresküsten – Die Vielfalt und Biodiversität der Küsten resultiert aus deren geologischem Ausgangsmaterial, der wechselnden Hydrodynamik, Salinität und den jeweiligen klimatischen Bedingungen. Während der letzten Eiszeit war der Meeresspiegel bis zu 120 m tiefer als heute. Mit dem Beginn der Erwärmung vor 18.000 Jahren stieg das Meer zunächst sehr schnell an und seit 6.000 Jahren erfolgt nur noch ein ganz langsamer Anstieg. Erst in dieser zweiten Phase entstanden die ausgedehnten Küstenökosysteme mit Saumriffen aus Korallen, Wattgebieten, Mangroven, Salzwiesen sowie lange Sandnehrungen und Inselketten samt den Dünen darauf. Flüsse schufen ausladende Deltagebiete, die nur wenig über dem Meeresniveau liegen. Gerade dort hat die Besiedlung das Küstengefüge tiefgreifend verändert. Ein verstärkter Schutz für die als Puffer zwischen Land und Meer wirkenden natürlichen Strukturen dürfte am besten geeignet sein, um den Herausforderungen des globalen Wandels begegnen zu können.

Coasts: The high variety of coasts and their biodiversity is caused by a wide spectrum of geological materials, a wide range of hydrodynamics, salinity and climatic conditions. During the last glaciation, sea level has been down to about 125 m below the present. With the onset of warming about 18000 years ago it rose quickly, and then since 6000 years sea level rise continued at a much slower rate. During this later phase, extensive coastal ecosystems emerged with fringing coral reefs, intertidal flats, mangrove belts, salt marshes and sandy barrier spits and islands with dunes. Rivers have deposited wide deltaic plains barely above the mean level of the sea. There dense human occupation has changed the coastal system strongly. Protection of natural buffering belts along coasts might be the best approach to cope with upcoming challenges.

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