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Wetterextreme_Kap.5.3

5.3 Taifune im tropischen Nordwest-Pazifik

Dieter Kasang & José L. Lozán

Taifune im tropischen Nordwest-Pazifik: Die Häufigkeit und besonders die Stärke tropischer Wirbelstürme sind im Nordwest-Pazifik höher als in jeder anderen Region der Welt. So kommen hier mehr als 50% aller tropischen Zyklone der Kategorie 5 vor. Aufgrund der dichten und schnell wachsenden Bevölkerung auf den südostasiatischen Inseln und dem asiatischen Festland ist damit hier auch die Gesellschaft so stark wie nirgend wo sonst durch Taifune, wie hier die tropischen Wirbelstürme heißen, bedroht, wie einige Beispiele der jüngsten Vergangenheit gezeigt haben. Über die bisherige Veränderung der Anzahl der Taifune zeigen die Daten widersprüchliche Trends. Ihre Stärke scheint sich jedoch erhöht zu haben, vor allem an den Küsten. Als Ursachen werden natürliche Klimaschwankungen wie El Niño und der anthropogene Treibhauseffekt diskutiert. Für die Zukunft zeigen die Klimamodelle eine Abnahme der Taifun-Anzahl, aber eine Zunahme der Intensität sowie eine Verschiebung der Zugbahnen nach Norden und Nordosten. Als wichtigste Ursachen werden die Erwärmung des Meerwassers durch den Klimawandel sowie räumliche Änderungen von ENSO angenommen.

Typhoon in the North West Pacific: The frequency and especially the intensity of tropical cyclones are higher than in any other region of the world. More than 50% of all category 5 tropical cyclones occur here. Recent events show that due to their dense and rapidly growing population societies on the Southeast Asian Islands as well as on the Asian mainland are particularly threatened by typhoons, as tropical cyclones are called in this region. Until now, observations have shown contradictory trends concerning the number of typhoons while, especially in coastal areas, their intensity seems to have increased. Natural climate variability, such as El Niño, as well as the anthropogenic greenhouse effect are considered as possible causes. Climate models project a decrease in the number of typhoons for the future, but an increase in their intensity as well as a shift in their tracks to the north and northeast. The warming of the oceans due to climate change as well as spatial variations of ENSO are assumed to be the most important causes.