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Wetterextreme_Kap.7.4

7.4 Wetterextreme: Mögliche Folgen für die Landwirtschaft in Deutschland

Hörst Gömann

Wetterextreme: mögliche Folge für die Landwirtschaft in Deutschland: Extreme Wetterlagen haben in den letzten 20 Jahren zugenommen und führten in der Landwirtschaft zu einem Anstieg der Ernteschwankungen von Jahr zu Jahr. Die beobachteten Extremwetterlagen, wie extreme Winterfröste, Spätfröste, Hitze, Dürren und zu nasse Bedingungen während der Saat- oder Erntephase, zeigten ein sehr vielschichtiges Spektrum mit unterschiedlichen Auswirkungen. Viele extreme Wetterlagen waren aufgrund ihres oft sehr lokalen Auftretens anhand von Wettersta­tionsdaten bisher nur schwer zu erfassen. Darüber hinaus liegen nur für wenige Marktfrüchte, wie Getreide, Ölsaaten und Zuckerrüben, die notwendigen lokalen Ertragsdaten vor, um die Auswirkungen extremer Wetterlagen abzuschätzen. Dementsprechend lassen sich Schäden an diesen Marktfrüchten nur für ausgewählte Extremwetterlagen ex post quantifizieren. Für zahlreiche andere Kulturen und Extremwetterlagen fehlt die Datengrundlage, die im Rahmen von initiierten Forschungsprojekten erhoben werden soll.

Extreme weather events: possible impacts on agriculture in Germany: Within the last 20 years extreme wea­ther events have increased and led to an increasing variability of crop harvest from year to year. The observed extreme weather events, such as extreme winter frost, late frost, heat, draughts and wet conditions during seed or harvest period, showed a very complex spectrum causing different impacts. Due to their frequently local occurrence, numerous extreme weather events cannot be detected on the basis of data from meteorological stations. Furthermore, adequately localized yield data are only available for cash crops e. g. cereals, oilseeds and sugar beets in order to assess the impacts of extreme weather events. Consequently, losses can be quantified only ex post for these cash crops. The data base for impact analyses is lacking for many other plants and extreme weather events, which, however should be collected within already initiated research projects.