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Wetterextreme_Kap.8.6

8.6 Küstenschutz bis und nach 2100 in Deutschland und den Niederlanden

Michael Schirmer

Küstenschutz bis und nach 2100 in Deutschland und den Niederlanden: In Deutschland und den Niederlanden ist die Sicherung der Küstenlinien, der besiedelten Küstenniederungen und der Inseln vor Überflutung bei extremen Wetterlagen und Wasserständen ein seit mehr als 1000 Jahren andauender Anpassungsprozess. Es bestehen für alle gefährdeten Regionen Generalplanungen, die meist bis ins Jahr 2050 reichen und einen Anstieg des Meeresspiegels um mindestens 0,5 m einplanen. In den Niederlanden liegt die Zuständigkeit zentral bei der Staatsregierung. Sie verfolgt mit dem Deltaprogramm 2018 ein hoch integriertes Programm, welches den spezifischen Bedingungen einer Sandküste, des Rheindeltas mit der Bewältigung zunehmender Rheinhochwässer, der Sicherung der Trinkwasserverfügbarkeit und angepasster Raumplanung Rechnung trägt. In Deutschland sind der Küstenschutz und seine Bemessungen Sache der Bundesländer. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegen erste Entwürfe für längerfristige Reaktions- und Anpassungsoptionen vor.

Coastal Protection until and after 2100 in Germany and The Netherlands: In both countries the protection of the coastline, the populated coastal marshes and the islands against flooding due to extreme weather and water levels is a permanent adaptation process since more than 1000 years. For all regions at risk master plans are in force with a perspective into the year 2050, which allow for a sea level rise of at least 0.5 m. In The Netherlands the responsibility is assigned to the State Government. The Delta Programme 2018 is a highly integrated program relating to the specific conditions of a sandy coast, the delta of the River Rhine with its ever increasing discharge, the safeguarding of the drinking water resources and implementing an appropriate spatial planning. In Germany design and erection of coastal protection infrastructure lies within the responsibility of the federal states. In Lower Saxony and Schleswig-Holstein long term-drafts for reaction and coastal adaptation options are being developed.