(bis heute stehen 450 klimarelevante wissenschaftliche Artikel zur Verfügung)

Wetterextreme

Projekt 2017/2018

WARNSIGNAL KLIMA: Extremereignisse

Extremereignisse sind aufgrund der Schadenauswirkungen relevant. Da Extremereignisse selten sind, ist der statistische Zusammenhang zwischen Klimawandel und Extremereignissen nicht leicht herstellbar. Projektionen für die Zukunft mit Hilfe von Klimamodellen sind  daher methodisch schwierig. Allerdings nimmt die Eintrittswahrscheinlichkeit für die sog. „Jahrhunderthochwässer“ in den letzten Jahrzehnten mit der globalen Erwärmung deutlich zu. Die Erderwärmung verändert den Energiehaushalt der Atmosphäre und mehr Wasser aus dem Meer verdunstet. Als Folge werden Extremereignisse wie Hochwasser häufiger und wie die tropischen Wirbelstürme intensiver. Diese Entwicklung wird für Hochwasserschutzmaßnahmen als Bemessungsgrundlage genommen.  Das Hochwasser 2013 hat deutlich gezeigt, dass sich Hochwasserschutzmaßnahmen rentieren, um die potenziellen Schäden von Extremereignissen zu reduzieren. Maßnahmen wie „Mehr Raum für Flüsse“ und „Hochwasser zu Breitwasser“ sind in nicht alpinen-Regionen positive Auswirkungen gehabt. Weiterer Strukturwandel gegen Flächenversiegelung, Flussbegradigungen und Infrastrukturen in Risikozonen sind noch erforderlich. Bis Ende 2016 lag die mittlere globale Erwärmung an der Meeresoberfläche bei +0,75 °C  über dem langfristigen Mittelwert (1901-2000). Hohe Meeresoberflächentemperaturen und wenig Windscherung begünstigen die Entstehung von Hurrikanen. Im Durchschnitt wurden in der Zeit von 1981-2010 pro Hurrikan-Saison 12,1 tropische Stürme, 6,4 Hurrikane und 2,7 schwere Hurrikane festgestellt. Hurrikane der Kategorie 5 kamen mit einer Häufigkeit von 0,3 vor. Eine Zunahme der Häufigkeit bei den atlantischen Hurrikanen konnte bislang nicht erkannt werden. Es gibt jedoch Anzeichen, dass die Anzahl der schweren Hurrikane zunimmt.

Im  Jahr 2017 (bis Ende Oktober) wurden 10 Hurrikane registriert, 6 schwere Hurrikane. Davon erreichten zwei Hurrikane, „Maria“ und „Irma“ die Kategorie 5.

Im Jahr 2016 wurden 6 Hurrikane registriert, darunter 3 schwere Hurrikane. Ein Hurrikan erreichte die Kategorie 5.

Im Jahr 2015 gab es nur wenige tropische Wirbelstürme . Während einer El-Niño-Phase bilden sich weniger Hurrikane über dem Atlantik.

Im Jahr 2014 wurden 6 Hurrikane registriert, darunter 2 schwere Hurrikane. Ein Hurrikan erreichte die Kategorie 4.