ZAHLREICHE WALD- UND BUSCHBRÄNDE

Folgen des Klimawandels?

Wald- und Buschfeuer gehören zu den natürlichen Ereignissen, die in der Erdgeschichte immer in gewissen Abständen aufgetreten sind. Sie ereignen sich vor allem in den heißen Monaten des Jahres. In der Südhemisphäre, z.B. in Australien, sind es die Monate von Dezember bis März, und in der Nordhemisphäre, z.B. in West-Kanada und Kalifornien, die Monate von Juni bis Oktober. Bei schwereren Bränden werden große Vegetationsbestände vernichtet. Auch Gebäude werden zerstört sowie Tiere und Menschen getötet.

Neben den negativen Auswirkungen haben große Brände aber auch eine große ökologische Bedeutung. Feuer können die Zusammensetzung von Lebensgemeinschaften in Ökosystemen beeinflussen, indem sie einige sensible Arten vernichten und die Entwicklung anderer begünstigen. Dadurch hat Feuer in der Evolution bei der Verteilung von Organismen und der Entwicklung von Ökosystemen teilweise eine wichtige Rolle gespielt.

Feuer sind für die Verjüngung mancher Formationen (z.B. Fynbos in Südafrika) ein grundlegender Faktor. In einigen Regionen können große Brände Verschiebungen von ökologischen Grenzen wie z.B. zwischen Wald und Savanne bewirken.

Viele Arten dieser Formationen, wie der australische Eukalyptus – Eucalyptus globulus, haben sich im Laufe der Evolution den dort regelmäßig auftretenden Buschfeuern und Waldbränden angepasst und die natürliche Fähigkeit erworben, Feuer zu überleben und sogar für ihre Fortpflanzung zu nutzen. Sie bilden nicht wie andere Bäume Knospen in der Rinde, sondern tief im Holz.

Eukalypten können zwei cm ihrer Rinde verlieren, ohne dass ihr Fortgedeihen beeinträchtigt wird. Von der äußeren Rinde führen Stränge in den Baum; sie werden durch bestimmte Hormone zum Wachstum angeregt, nachdem diese durch Hitze aktiviert wurden.

Ähnlich ist es bei der mediterranen Korkeiche mit ihrer dicken Korkrinde. Andere Pflanzen haben einen gewissen Widerstand gegen Hitze entwickelt. Hierzu gehören die Mammutbäume in der Sierra Nevada, die eine dicke, faserige Rinde als Schutz gegen Brände besitzen.

Während Brände in bestimmten Regionen mit ungünstigen Bedingungen wie hoher Feuchtigkeit, Kälte oder Mangel an Brennmaterial selten beobachtet werden, werden sie in anderen aufgrund reichlichen Brennmaterials und warmer Winde begünstigt. Zu den zuletzt genannten Regionen gehören in der Nordhemisphäre Kalifornien und West-Kanada und in der Südhemisphäre Victoria (Australien) mit Megabränden von über 50.000 ha. Aber auch in den mediterranen Gebieten Europas und Nordafrikas, in Chile und Südafrika sowie in der kanadischen und sibirischen Taiga treten immer wieder Brände auf.

Die Tatsache, dass Brände heute wie früher auftreten, erschwert eine Aussage über den Einfluss der Erderwärmung auf die aktuelle Häufigkeit der weltweiten Brände. Es liegt natürlich nahe zu vermuten, dass hohe Lufttemperaturen und Trockenheit die Entstehung von Feuer begünstigen. Ferner werden einige trockene Gebiete noch trockener. Brände sind heutzutage wahrscheinlich viel häufiger als früher, aber die Hauptursache der vielen Brände auf der Erde ist meist absichtliche Brandstiftung und Feuerrodung durch den Menschen.

Schematische Darstellung der Zeckenentfernung

Bild: Waldbrand in Russland. Foto: Global Fire Monitoring Center (GFMC), Freiburg

Kurze Beschreibung einiger Brände laut Medienberichten im Jahr 2017 nach Regionen

NORDAMERIKA

8.10.17 – Wieder ein Großbrand in Kalifornien

Am 7.April 2017 wurde die fünfjährige Dürre (2012-2017) in Kalifornien fürbeendet erklärt. Nun leidet die Region in diesem Sommer erneut unter einer extremen Trockenheit. Regelmäßig wird die Region Kalifornien Schauplatz von großen Bränden. Über den Brand vom Okt. 2017 sprach der kalifornische Gouverneur Jerry Brown von einer der “größten Tragödien”, die Kalifornien je erlebt hat. Besonders betroffen ist diesmal die Weinbauregion nördlich von San Francisco. Santa Rosa, Sonoma, Mendocino und Napa gehören zu dem am meisten betroffenen Orten. Über 100.000 Personen haben ihre Häuser verlassen müssen.

Acht Tage nach Ausbruch der verheerenden Brände stieg die Anzahl der Toten auf mindestens 40 an. Über 200 Bewohner wurden noch vermisst; man befürchtete daher noch mehr Tote zu finden. Mehrere hundert Menschen wurden wegen Rauchvergiftungen, Atemproblemen oder Verletzungen in Krankenhäusern behandelt. Die Brände brachen in der Nacht vom 8. zum 9. Okt. aus und haben sich auf einer Fläche von über 700 km² ausgebreitet.

Das ist, als ob ganz Hamburg brennen würde. 5700 Gebäude sind laut Polizeiangaben zerstört. Blitze aus trockenen Gewittern können das Feuer ausgelöst haben. Menschliche Unvorsichtigkeit kommt als Auslöser der Brände ebenfalls in Frage. Trotz intensiver Bekämpfung breiteten sich die Brände weiter aus.

Angefacht wurden sie wieder und wieder durch trockene Windböen. Die Santa-Ana-Winde aus dem östlichen Bergland erreichen eine Geschwindigkeit von mehr als 90 Stundenkilometern. Das ist ein lokales meteorologisches Phänomen.

Rund 10.000 Feuerwehrleute, zusätzliche Kräfte aus anderen US-Staaten und Ländern wie Kanada oder Australien sowie Ersthelfer, Freiwillige und Militärs sind im Einsatz. Erst am 16.Okt. wurden die ersten Erfolge im Kampf gegen diese Waldbrände gemeldet (Aus: www.zeit.de vom 15.10.17 – www.spiegel.de vom 13.10.15 u.a.).

22.8.2017 – Kanada – Erneut große Waldbrände

Tausende Feuerwehrleute waren im August 2017 im Einsatz, um die großen Waldbrände im Westen Kanadas unter Kontrolle zu bringen. In British Columbia wuchsen rund 20 einzelne Feuer zu einem Großbrand heran. Eine Fläche von ca. 500.000 ha stand in Flammen. Das ist fast die doppelte Größe des Saarlands. In der Hochebene Chilcotin hatte die Flammenfront eine Länge von über 130 Kilometern erreicht. Chicoltin (Provinz British Columbia) liegt ca. 400 km nordöstlich von Vancouver (Aus: www.zeit.de vom 22.8.17).

9./11.7.2017 – Kalifornien und Kanada: Brände zwangen Tausende Menschen zur Flucht

In Kalifornien breiteten sich zahlreiche Waldbrände aufgrund der hohen Temperaturen und der Trockenheit aus. Mehrere tausend Feuerwehrleute bekämpften das Feuer. Über 20.000 Menschen wurden vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Besonders betroffen in Kanada war die Provinz British Columbia; der Notstand wurde ausgerufen. Mehr als 180 Brände wurden gezählt. Blitze aus Trockengewittern sollen die meisten Waldbrände ausgelöst haben. Einige Brände waren wahrscheinlich durch Unachtsamkeit von Menschen entstanden. Neben der Provinz British Columbia war auch die Gegend nordöstlich von Vancouver betroffen (Aus: www.n-tv.de – Panorama vom 11.7.17).

EUROPA

17.10.17 – Erneut Waldbrände in Portugal und Spanien

Trockenheit und Hitze verursachten große Waldbrände im Zentrum (Coimbra, Castelo Branco und Viseu) und Norden Portugals (Aveiro); die Regionen wurden zu einer Art tödlicher Fallen. Mindestens 32 Menschen waren bis zum 17. Okt. gestorben. Die Zahl der Opfer war wahrscheinlich höher, da die Rettungskräfte nicht alle Gebiete erreichen konnten. Mehr als 5000 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Streitkräfte versuchten die Flammen zu löschen. Auch im Nordwestspanien (Galicien) ist die Lage kritisch. Dort starben mindestens vier Menschen (Aus: Spiegel online vom 17.10.17)

15.8.17 – Wieder Brände in Portugal: die Lage ist schwierig

Tausende Feuerwehrleute kämpften vor allem im Zentrum und Norden Portugals gegen die Feuer. Bis zum 15. Aug. stieg die Zahl der Verletzten auf 55 an, berichtete die Zeitung “Público” unter Berufung auf den Zivilschutz. Besonders betroffen waren die Ortschaften Louriçal do Campo und Vila de Rei im zentralen Distrikt Castelo Branco. Die Situation sei “höchst kompliziert”, und die zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte reichten nicht aus, um der Lage Herr zu werden, warnten örtliche Politiker (Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/portugal-braende-105.html).

19.6.17 – Waldbrände in Portugal (Coimbra)

Waldbrände haben in Portugal große Verluste gefordert. Autos wurden von den Flammen eingeschlossen und ihre Insassen verbrannten. Aufgrund der Hitze und des Windes hatte die Feuerwehr kaum eine Chance. Seit Tagen kämpften 2.000-3.000 Feuerwehrleute und Helfer rund um die Uhr gegen die schweren Waldbrände. Am 23.Juni war der Waldbrand in Coimbra unter Kontrolle. Mehr als 64 Menschen kamen durch die Flammen ums Leben (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldbrände_in_Portugal_2017).

24.8.17 – Spanien: Autobahn aufgrund heftiger Waldbrände gesperrt

Im Norden Spaniens musste wegen heftiger Waldbrände eine Autobahn gesperrt werden. Mit Löschhubschraubern versuchte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle zu bekommen. 20 ha Wald wurden in der Region zerstört (Aus: Die Welt vom 24.8.17).

25.6.17 – Südspanien: Waldbrände in Andalusien

In Moguer (Provinz Huelva in der Region Andalusien) bedrohte ein Waldbrand den Nationalpark Coto de Doñana an der Costa de la Luz. 1500 Personen wurden in Sicherheit gebracht. Ein Campingplatz und mehrere Dörfer wurden evakuiert. Die Ursache der Brände war unklar; es herrschte jedoch extreme Trockenheit.  Der Waldbrand breitete sich rasend schnell aus. Das Feuer war kaum zu stoppen (Aus: https://www.welt.de vom 25.6.17).

15.8.17 – Griechenland bat wegen der vielen Brände die EU um Hilfe

Athen (dpa) – Mehrere Brände entstanden an der Ägäis. Begünstigt durch die trockenen Winde tobten Brände in vielen Orten auf Hügeln und in dicht bewaldeten Gebieten in den Gebieten von Kálamos, Kapandríti und Varnávas nordöstlich der griechischen Hauptstadt. Wegen starker Winde zog im Nordosten Athens eine neue Feuerfront auf.

Die griechische Armee setzte Bagger ein, um Schneisen freizulegen und so die Ausbreitung der Flammen zu stoppen. Freiwillige Helfer und Soldaten unterstützten die Feuerwehr. Entscheidende Hilfe leisteten drei Löschflugzeuge und vier Helikopter. Tausende Menschen suchten Schutz.

Landesweit waren mehr als 50 Wald- und Buschbrände ausgebrochen. Die Waldbrandgefahr blieb in anderen Gebieten hoch. Griechenland bat die EU um Hilfe. Unter Kontrolle war nur die Lage auf der Westseite der Halbinsel Peloponnes nahe der Kleinstadt Amaliada sowie auf der Insel Zakynthos (Aus: https://www.morgenpost.de vom 15.8.17).

30.10.17 – Erneut Brände in Italien: 1000 Menschen verlassen ihre Häuser

Turin (dpa) – Wegen schwerer Waldbrände im Nordwesten Italiens haben bis zum Sonntagabend um die tausend Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Am schlimmsten betroffen war das Susatal in Piemont mit den Orten Mompantero, Venaus und Susa. …

Der Umweltorganisation Verdi zufolge haben Waldbrände in Italien in diesem Jahr bereits mehr als 135 000 ha Land und damit drei Mal so viel wie 2016 zerstört. Im Sommer waren wegen der ungewöhnlich Trockenheit und hoher Temperaturen vor allem die Mitte und der Süden des Landes von Feuern betroffen (www.faz.net/agenturmeldungen/dpa… vom 30.10.17).

14.8.17 – Weitere Waldbrände in Italien

In Italien, besonders auf Sizilien und Sardinien, gab es im August 2017 immer wieder Waldbrände. Der Sommer in Italien war in diesem Jahr ungewöhnlich trocken, dadurch stieg die Waldbrandgefahr. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten durchschnittlich 1000 Mal am Tag aus, teilte Innenminister Marco Minniti mit. Seit Jahresbeginn war die Zahl der Feuer um 70 Prozent angestiegen. Nach offiziellen Angaben waren bis Juli rund 750 Quadratkilometer Wald- und Wiesenfläche durch die Flammen vernichtet – eine Fläche etwa so groß wie Hamburg (u.a. Aus: https://www.tagesschau.de/ausland/italien-259.html).

18.7.17 – Italien kämpft mit mehreren Waldbränden

www.rp-online vom 18.7.17: Touristen müssen wegen der zahlreichen Brände in mehreren Urlaubsregionen Italiens weiterhin sehr vorsichtig sein. Die Feuerwehr rückte landesweit zu mehr als 240 Einsätzen aus. In der Toskana wurden als Vorsichtsmaßnahme zwei Campingplätze evakuiert, da der Wind die Richtung der Flammen nahe der Abgrenzung verändert hatte.

Kritisch war die Lage auch an der Küste von Salerno südlich von Neapel, am Vesuv und um Civitavecchia in der Nähe von Rom gewesen. Römer und Touristen, die aus der Hauptstadt mit dem Zug zur Abkühlung ans Meer gefahren waren, steckten bis nach Mitternacht in Küstenorten wie Ladispoli und Santa Marinella fest.

Wegen der Feuer musste der Bahnverkehr auf einigen Strecken unterbrochen werden. In Italien ist in vier Wochen fast so viel Waldfläche verbrannt wie im gesamten vergangenen Jahr. Seit Mitte Juni verbrannten nach Angaben des Umweltschutzverbandes Legambiente mehr als 26.000 ha. Betroffen von den Bränden waren auch Sizilien und die südliche Region Kalabrien.

12.8.17 – Südfrankreich: Feuer im Norden Korsikas

Fast gleichzeitig entstanden Mitte August Brände in Griechenland, Italien und Korsika. Mehrere Waldbrände wüten auf der Mittelmeerinsel Korsika. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auf der französischen Mittelmeerinsel mussten nach Behördenangaben fast tausend Menschen vor den Feuern in Sicherheit gebracht werden. Bei der Mehrzahl von ihnen handelte es sich um Camping-Touristen. Nach Angaben des örtlichen Präfekten wurden sie in Schulen und anderen Notunterkünften untergebracht (u.a. Aus: http://www.zeit.de vom 12.8.17).

25.-28.7.17 – Südfrankreich: Waldbrände an der Côte d’Azur

Während der Regen in Deutschland kaum aufhören wollte, brannte es in vielen Urlaubgebieten Südeuropas. An der französischen Côte d’Azur mussten Urlauber Ferienhäuser und Campingplätze verlassen, um den Flammen zu entkommen Die verheerenden Waldbrände belasten Hotels und Campingplätze in Südfrankreich. Buchungen werden storniert (Aus: www.heute.de vom 26.7.17)

18.7.17 – Auch Urlaubsorts in Kroatien und Montenegro in Flammen

Im Süden Europas kam es seit Wochen immer wieder zu großen Bränden – auch in der Nähe der kroatischen Großstadt Split. Erst durch den Einsatz von Löschflugzeugen wurden die Waldbrände bei Split unter Kontrolle gebracht. Urlaubsresorts in Montenegro wurden bereits am 5. Juli evakuiert. Die Lage in Montenegro war lange Zeit unklar. Waldbrände breiteten sich aus und waren gefährlich nah an die Stadt Tivat herangerückt (Aus: https://www.welt.de vom 18.7.17).

22.8.17 – Brände auch auf Grönland

Große Busch- und Torfbrände ereigneten sich in Westgrönland in der Nähe der Kommune Qaasuitsup (71°N). Der Brand erreichte eine Ausdehnung von 10 bis 15 km². Es dauerte Wochen, bis er gelöscht wurde. Die Feuerwehr hatte zunächst nicht eingreifen können; es gab kein Wasser in der Nähe, und Hubschrauber konnten wegen des Rauchs nicht landen. Erst am 10. August begann die Bekämpfung der Brände. Ein einsetzender Regen half den Löscharbeiten.

Das war der größte auf Grönland bislang registrierte Brand. Die Ursache ist möglicherweise Selbstentzündung des Torfs aufgrund von Trockenheit, es gab lange Zeit keinen Regen. Auch dass der Brand durch menschliche Unachtsamkeit verursacht wurde, konnte nicht ausgeschlossen werden. Gewitter sind dort relativ selten. Der Brand führte mit hoher Wahrscheinlichkeit zur zusätzlichen Freisetzung von Treibhausgasen aus den festgefrorenen Böden (Permafrost).

Die Region wird von den Wettersatelliten nicht so gut erfasst. Es ist daher möglich, dass es schon früher dort zu großen Bränden gekommen ist (Aus: Spiegel online vom 22.08.2017; weitere Informationen evtl. erhältlich beim Dänischen Meteorologischen Institut – über Martin Stendel).

AUSTRALIEN

13.2.17. – Buschbrände verwüsten den Südosten Australiens

Durch Hitze und starkem Wind waren mehrere Buschbrände im Südosten Australiens außer Kontrolle geraten. Die Flammen zerstörten im Bundesstaat New South Wales zahlreiche Häuser, Landwirte verloren ganze Viehherden. Ein kleines Dorf – etwa 350 Kilometer nordwestlich von Sydney – brannte fast vollständig nieder.

Die Bewohner von Uarbry hatten am Wochenende in aller Eile ihre Häuser verlassen müssen, um sich vor den Flammen zu retten. „Wir haben nur noch das, was wir anhatten“, sagte ein Bewohner später beim Anblick der Überreste seines Hauses.

In der Gegend herrschten am Wochenende Temperaturen um 45 Grad Celsius. Vielerorts waren noch heiße und extrem trockene Luftmassen in den Rauchschwaden der Buschfeuer elektrostatisch aufgeladen. Dadurch hätten sich mehrere Gewitter entwickelt (Aus: FAZ vom 13.2.17).

RUSSLAND

29.4.17 – Waldbrände in Russland breiten sich weiter aus

Die Gesamtfläche der starken Waldbrände in Republik Burjatien (im Osten des Baikalsees) war über Nacht um mehr als das Achtfache gestiegen. Rund 24 heftige Feuerherde mit einer Gesamtfläche von bis zu 1024 ha wüteten in der Region (Nachrichtenagentur Interfax). Wegen der Feuerbrunst galt im gesamten Föderationskreis Sibirien der Ausnahmezustand. Rund 7.000 Menschen kämpften gegen die Flammen.

Die Naturgewalt hatte in Burjatien und dem benachbarten Gebiet Irkutsk mehr als 100 Wohnhäuser vernichtet. Hilfsorganisationen und Aktivisten sammelten Spenden und Gebrauchsgegenstände, um den betroffenen Familien zu helfen. Die Brände wurden teilweise von den Bauern verursacht, die altes Gras anzündeten, um die Äcker bestellen zu können. Quelle: https://de.rt.com/12ib.

(Autor J.Lozán 20.10.17)