Kalifornien verbietet ab 2035 den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren. Am Mittwoch 25.9.2020 erließ der Gouverneur Gavin Newsom von dem US-Bundesstaat Kalifornien als wichtige Maßnahme gegen den Klimawandel  eine entsprechende Verordnung. Im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat dürfen nur noch neue emissionsfreie Pkws und kleinere Lastfahrzeuge verkauft werden. Mittelgroße und große Lkws dürfen jedoch erst ab 2045 keine Benzin- oder Dieselmotoren mehr haben.

„Kalifornien hat es vorgemacht“, sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Messner. „Ein Verbot von Neuzulassungen für Diesel und Benziner ab 2035 halte ich auch hier für realistisch“. Auch der CSU-Chef Markus Söder will ein Zulassungsverbot für Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2035.

Messner betonte auch in diesem Zusammenhang: „Wir brauchen in unseren Städten keine schweren Geländewagen und SUVs (Sports Utility Vehicles) (SUV ist ein nicht genau definiertes Fahrzeug, meist wie ein Pkw, aber mit größerer Bodenfreiheit, höherer Karosserie und größeren Rädern). Kleinere, sparsamere und zukünftig emissionsfreie Autos sollen gefördert werden. Der UBA-Präsident forderte zugleich einen Ausbau der Fahrradinfrastruktur in deutschen Städten. „In Utrecht, Oslo, Kopenhagen oder Stockholm fahren mehr als die Hälfte der Menschen mit dem Rad zur Arbeit – in Berlin sind es unter 20 Prozent“, beklagte Messner. „Wenn man eine gute Infrastruktur baut, kann man den Verkehr wirklich verändern.“

In Norwegen soll es schon 2025 keine Neuzulassungen mehr für Diesel und Benziner geben. Dieses Ziel will die konservativ-liberale Regierung –  nicht mit einem Verbot – erreichen, sondern mit steuerlichen Anreizen soll der Kauf von Elektroautos massiv  gefördert werden. Oft sind dort dadurch Elektroautos bei der Anschaffung billiger als Pkws mit Verbrennungsmotoren. Zurzeit sind in Norwegen mehr Elektroautos unterwegs als PKWs mit den klassischen Verbrennungsmotoren. Der Strom in Norwegen wird zu 95 Prozent aus Wasserkraft gewonnen.