window.dataLayer = window.dataLayer || []; function gtag(){dataLayer.push(arguments);} gtag('js', new Date()); gtag('config', 'UA-177870689-1');
Aktuelles2020-09-02T18:02:26+02:00
3010, 2017

CO2-Emissionen sehr hoch: Pariser Abkommen gefährdet

Von | 30 Oktober 2017|Aktuelles|

Von 2015 auf 2016 stieg die CO2-Konzentration von 400 auf 403 ppm – Ursachen: Verkehr, Landwirtschaft, Rodung, “El Niño” & Waldbrände Positiv: Treibhausgasemissionen scheinen sich in bestimmten Ländern vom wirtschaftlichen Wachstum zu entkoppeln In den letzten drei Jahren gibt es eine optimistisch stimmende Entwicklung bei den weltweiten Kohlendioxidemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Die größten CO2-emittierenden Länder – China und die Vereinigten Staaten (USA) – fördern in zunehmender Weise die Erzeugung erneuerbarer Energien. Gleichzeitig wird Kohle durch Erdgas ersetzt. Die Verwendung von Erdgas statt Kohle reduziert bei gleicher Energieleistung die CO2-Emissionen um ca. 2/3 (siehe Tabelle unten). Global entkoppeln sich die Treibhausgasemissionen bereits von Produktion und Verbrauch. In den letzten Jahren sind die weltweiten CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen konstant geblieben, während die Weltwirtschaft und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der großen Industrie- und Entwicklungsländer um mindestens 3,1% pro Jahr gewachsen sind. Die Emissionen aus den USA sanken 2016 um 3% am stärksten, während das BIP um 1,6% wuchs. Gleichzeitig reduzierten sich in China die CO2-Emissionen um 1%, während die Wirtschaft um 6,7% wuchs. Die Elektrizitätsnachfrage stieg dabei in China um 5,4% an. Zwei Drittel dieses Bedarfs wurde durch kohlenstofffreie Energieressourcen, hauptsächlich Wasserkraft und [...]

2410, 2017

2017: Nehmen die Brände zu ?

Von | 24 Oktober 2017|Aktuelles|

ZAHLREICHE WALD- UND BUSCHBRÄNDE Folgen des Klimawandels? Wald- und Buschfeuer gehören zu den natürlichen Ereignissen, die in der Erdgeschichte immer in gewissen Abständen aufgetreten sind. Sie ereignen sich vor allem in den heißen Monaten des Jahres. In der Südhemisphäre, z.B. in Australien, sind es die Monate von Dezember bis März, und in der Nordhemisphäre, z.B. in West-Kanada und Kalifornien, die Monate von Juni bis Oktober. Bei schwereren Bränden werden große Vegetationsbestände vernichtet. Auch Gebäude werden zerstört sowie Tiere und Menschen getötet. Neben den negativen Auswirkungen haben große Brände aber auch eine große ökologische Bedeutung. Feuer können die Zusammensetzung von Lebensgemeinschaften in Ökosystemen beeinflussen, indem sie einige sensible Arten vernichten und die Entwicklung anderer begünstigen. Dadurch hat Feuer in der Evolution bei der Verteilung von Organismen und der Entwicklung von Ökosystemen teilweise eine wichtige Rolle gespielt. Feuer sind für die Verjüngung mancher Formationen (z.B. Fynbos in Südafrika) ein grundlegender Faktor. In einigen Regionen können große Brände Verschiebungen von ökologischen Grenzen wie z.B. zwischen Wald und Savanne bewirken. Viele Arten dieser Formationen, wie der australische Eukalyptus – Eucalyptus globulus, haben sich im Laufe der Evolution den dort regelmäßig auftretenden Buschfeuern und Waldbränden angepasst und die natürliche Fähigkeit erworben, [...]

1810, 2017

Ex-Hurrikan Ophelia an der EU-Küste

Von | 18 Oktober 2017|Aktuelles|

“Ophelia“ erreichte am 16.10.17 Irland Zum zweiten Mal ein Ex-Hurrikan an der europäischen Küste “Ophelia“ traf Irland mit Böen bis zu 150 km/h und forderte drei Todesopfer. Hunderttausende waren ohne Stromversorgung. Schulen blieben geschlossen und Flüge fielen aus. Das Leben wurde in Irland lahmgelegt. Danach zog der Sturm abgeschwächt in Richtung Schottland weiter. Der Hurrikan Ophelia entstand am 9.10.2017 im Ostatlantik nördlich von 30° N. Wenige Stunden nach seiner Entstehung wurde er vom National Hurrican Center (NHC) in Florida zum tropischen Sturm „Ophelia“ erklärt. Aufgrund niedriger Windscherung verstärkte er sich weiter und wurde am 11. Oktober zu einem Hurrikan hochgestuft. Am 12.10. wurde „Ophelia“ als Hurrikan der Kategorie 2 und am 14.10. überraschend sogar der Kategorie 3 klassifiziert. “Ophelia“ war bereits der zehnte Hurrikan, der sich in diesem Jahr über dem Atlantik  gebildet hat und der 6. schwere Hurrikan (Kategorie 3 und höher; s. Hurrikansaison 2017). In der Nacht zum 16.10. schwächte sich „Ophelia“ bei seiner Annäherung an Irland stark ab und verlor sein Auge sowie seine tropischen Eigenschaften. Trotzdem verursachte er  mit Sturmstärken große Schäden in Irland und war der stärkste an der europäischen Küste je gemessene Ex-Hurrikan. Bei Edinburgh und im Norden Englands kam es [...]

510, 2017

Tropische Wirbelstürme 2017 im Nord-Atlantik

Von | 5 Oktober 2017|Aktuelles|

Hurrikan-Saison 2017 Tropische Wirbelstürme (TW) gehören zu den Wetterextremen, von denen die stärkste Zerstörungskraft ausgeht. TW entstehen über dem Ozean und werden je nach Meeresgebiet unterschiedlich benannt. Als Hurrikan werden sie im nördlichen atlantischen Ozean – einschließlich der Karibik und des Golfs von Mexiko – sowie im Nordpazifik östlich von 180° Länge bezeichnet. Tropische Wirbelstürme, die sich im Nordwestpazifik nördlich des Äquators bilden, heißen Taifune. Im Indischen Ozean (Golf von Bengalen und Arabisches Meer) und im Südpazifik werden TW hingegen als Zyklone bezeichnet und vor der australischen Küste als Willy-Willies. Die Saison der Wirbelstürme beginnt im nördlichen Atlantischen Ozean meist im Mai und kann bis Ende November andauern, da zu dieser Zeit für ihre Bildung geeignete Bedingungen existieren (hohe Meeresoberflächentemperaturen, feuchte Luft und wenig Windscherung). Im Jahr 2017 begann die Saison mit dem Entstehen des tropischen Sturms „Arlene“ schon am 19. April. TW entstehen über warmen Meeresgebieten in der Nähe des Äquators. Hier findet man die wichtigste Voraussetzung für die Entstehung von TW: Wasseroberflächen mit einer ausreichenden Größe und Temperaturen von mindestens 26,5° C. Dort ist die Verdunstung des Meerwassers besonders intensiv. Dabei entsteht latente Energie, die mit dem Wasserdampf in die [...]

110, 2017

AGUNG: Bali droht ein gewaltiger Vulkanausbruch

Von | 1 Oktober 2017|Aktuelles|

Bali – Stand: 26.11.2017 Vulkan AGUNG: nach 1963-1964 wieder aktiv – Kilometerhohe Aschewolke Nach einer Ruhephase höchste Warnstufe wieder ausgerufen! Flüge gefährdet! Der Vulkan Gunung Agung befindet sich auf der Insel Bali (Indonesien). Mit 3030 m Höhe ist er der  höchste Berg auf der Ferieninsel. Täglich werden viele schwere Erdstöße registriert – ein Zeichen dafür, dass eine Eruption bevorsteht. Weltweit gibt es weit über 100 aktive Vulkane. Agung gehört jedoch zu den bedeutenderen Vulkanen; er ist in den letzten Jahrhunderten mehrmals ausgebrochen. Der letzte Ausbruch 1963-1964 war als plinianische Eruption besonders stark (Eruptionen, die mindestens 8 km hoch reichen und somit die Stratosphäre erreichen, nennt man nach ihrem ersten Beschreiber „plinianisch“ – Plinius dem Jüngeren). Über 1100 Menschen kamen damals ums Leben, und die Erde kühlte sich vorübergehend um 0,5 °C ab. Bis Ende September 2017 haben sich mehr als 80 000 Menschen in Sicherheit gebracht. Wegen der Sorge, ihren Besitz zu verlieren, weigern sich aber viele, die Gegend zu verlassen,. Ein weiterer Grund, der die Evakuierung erschwert, ist die heilige Bedeutung des Berges für die hinduistische Religion, die die bedeutendste auf der Insel ist. Am Berg wurde in etwa 900 m Höhe die wichtigste hinduistische Stätte der [...]

205, 2017

SOS: Larsen-C-Schelfeis – Gigantischer Eisberg

Von | 2 Mai 2017|Aktuelles|

Entstand am 12.7.2017 Das Larsen-C-Schelfeis liegt an der Ostseite der Antarktischen Halbinsel und schwimmt im Bereich des Weddell-Meeres. Der Riss des riesigen Eisberges wurde seit ca. 2010 (s.Abb.3) u.a. durch die Copernicus Sentinel-1-Satelliten-Mission verfolgt. Das Risswachstum beschleunigte sich in den letzten Jahren (http://www.esa.int/spaceinvideos/Videos/2017/04/Larsen-C_crack). Die Aufnahmen vom April 2017 zeigten, dass der Riss bereits über 175 km lang war. Die mittlere Dicke des neuen Eisbergs beträgt etwa 250 m. Zu diesem Zeitpunkt gab es eine Verbindung zwischen Schelfeis und Eisberg von rund 30 km. Nach der Meldung vom 1. Juni 2017 der Universität Swansea (Wales) betrug diese Verbindung nur noch 13 km und der komplette Abriss erfolgte am 12.7.2017. Abbrechen eines Schelfeises wird von Fachleuten Kalben genannt. Das Entstehen von Eisbergen ist allerdings nichts Besonders. Was diesmal ungewöhnlich ist, ist das Ausmaß (5.800 km²) der Abspaltung. Das entspricht zweimal der Fläche des Saarlands. Das Larsen-C-Schelfeis verliert damit etwa 10% seiner Fläche und kann Folgen für die Stabilität der benachbarten Eisplatte haben. Dieses große Schelfeis wird von mehreren Gletschern gespeist. Da der Schelfeis wie eine Bremse auf die fließenden Gletscher wirkt, könnte der Bruch von solchem Ausmaß negative Folgen haben; die Gletscher an dieser Stellen könnten [...]

2306, 2015

SOS aus dem Baikalsee

Von | 23 Juni 2015|Aktuelles|

Klimawandel und Umweltverschmutzung bedrohen den Baikalsee Der Baikalsee (im Deutschen wie im Russischen oft nur Baikal genannt) liegt auf asiatischem Gebiet der Russischen Föderation (Sibirien). Er ist mit 1.642 Metern der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Erde. Seine Fläche beträgt ca. 31.500 km² und er liegt auf einer Höhe von  455,5 m über dem Meeresspiegel. Der See erstreckt sich von Südwesten bis Nordosten über 673 km und ist im Durchschnitt 48 km breit. Der Baikalsee bildet weltweit das größte Reservoir flüssigen Süßwassers. Das ist global gesehen 1/5 der flüssigen Süßwasserreserven an der Erdoberfläche. Der Baikal hat ein Volumen von 23.615,39 km³, also etwa den 480-fachen Wasserinhalt des Bodensees. Sein Einzugsgebiet umfasst mit seinen Zuflüssen etwa 571.000 km². Das ist also größer als Deutschland (357.168 km²). Gespeist wird der Baikalsee von 336 Flüssen. Die Oberfläche der 5 Großen Seen Kanadas (Lake Erie, Huron, Michigan, Superior and Ontario) ist mit etwa 244.300 km² über siebeneinhalbmal größer als der Baikal; sie enthalten aber knapp das gleiche Süßwasservolumen. Der Kaspische See gilt mit 386.400 km² und 78.700 km³ Wasservolumen als der größte See der Welt. Sein Wasser ist jedoch nicht zu 100% Süßwasser. Von hervorragender Bedeutung sind der Baikalsee und seine Umgebung aufgrund seiner einzigartigen Flora und [...]

2306, 2015

Ende der historischen Dürre in Kalifornien 2011/12-2017

Von | 23 Juni 2015|Aktuelles|

Nach 5 Jahren Wassermangel erklärte der kalifornische Gouverneur J. Brown im April 2017 die Dürre für beendet. Alle Einschränkungen zum Wasserverbrauch wurden aufgehoben. Nach starken Schnee- und Regenfällen in den ersten Monaten des Jahres hat sich die Situation gebessert; Flüsse führen wieder genug Wasser. Fast fünf Jahre lang litt Kalifornien unter extremem Wassermangel – Eine kurze Darstellung Kalifornien liegt geographisch in einer ziemlich trockenen Region der Erde. Es regnete dort nie im Überfluss. Trotzdem haben viele Menschen als Statussymbole einen Swimmingpool im Garten, einen sattgrünen Rasen vor der Tür, Freizeit auf einem der großzügig bewässerten Golfplätze und ein Auto, das mehrmals pro Woche gewaschen wird. In Kalifornien ist der Schnee von der Sierra Nevada für die Wasserversorgung von großer Bedeutung. Die Schneemenge, die sich dort im Winter ansammelt, versorgt das Land mit Wasser während der trockenen Monate. Die Niederschläge in Kalifornien waren im Zeitraum 2011/12-2016 bei weniger als 10% des langjährigen Durchschnitts. Auch die Temperaturen erreichten Rekordwerte, verstärkten damit die Verdunstung und erhöhten so den Wasserbedarf noch weiter. Die südwestliche Region der USA erlebte eine extreme Dürreperiode, wie sie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in den 1870er Jahren nicht vorgekommen war. Nachdem sich die Lage im Dez.-2014 [...]

2306, 2015

Wärmeliebende Organismen gefährden die Wälder

Von | 23 Juni 2015|Aktuelles|

Ursache: die Zunahme thermophiler Schadorganismen Die Forst- und Holzwirtschaft gehören zu den Wirtschaftszweigen, die sich an vorherrschende Klimabedingungen, einschließlich extremer Wetterereignisse, anpassen müssen. Sie sind verpflichtet für zukünftige Generationen zu planen und gemäß des Grundsatzes der Nachhaltigkeit zu agieren, weil der Aufbau von stabilen Waldökosystemen einen sehr langen Zeitraum (ca. 150 Jahre) in Anspruch nimmt. Globale Veränderungen des Klimas beeinflussen neben den Verbreitungsgrenzen der Gehölze, auch das Baumwachstum und die Wasserhaushaltssituation des Bodens sowie die Entwicklungsbedingungen von Lebewesen, einschließlich der Schadorganismen. Umbaupläne müssen dies berücksichtigen. Das sagen: Dr. Nadine Bräsicke und Prof. Dr. Alfred Wulf aus dem Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Braunschweig (link). Abb. Gemäß ihrer Herkunft aus den borealen und Gebirgsregionen zeigt die Fichte gegenwärtig eine entsprechende Reaktion. In einigen flachen mitteleuropäischen Regionen ist es zu warm für ihren Anbau, während die kühlen und feuchten Gebirgsregionen gegenwärtig noch gut für den Fichtenanbau ist. In der Zukunft wird diese Region mit Zunahme des warmen und trockenen Klimas kleiner. Es wird in den vergangenen Jahrzehnten eine zunehmende Intensität des Borkenkäferfraßes an der Fichte tatsächlich beobachtet. Das Gleichgewicht verschiebt sich bei der Fichte zugunsten des bestandsbedroheneden Schädlings Borkenkäfer. In einigen Regionen [...]

2306, 2015

Waldbrände 2015

Von | 23 Juni 2015|Aktuelles|

Nehmen die Wald- und Buschbrände zu? HÄUFIGE MELDUNGEN ÜBER WALDBRÄNDE IN DIESEM JAHR Die Anfälligkeit von Wäldern und anderer Vegetation hängt gleichermaßen vom Einfluss des Wetters und des Klimas einerseits und andererseits von der Einflussnahme des Menschen ab. Während Schwankungen des Wettergeschehens die Brennbarkeit eines Ökosystems beeinflussen, haben zyklische Schwankungen des Klimas darüber hinaus auch Einfluss auf die Zusammensetzung der Vegetation und damit auch deren Brennbarkeit bzw. Empfindlichkeit gegenüber Feuer. Die Ursachen für die Zündung eines Vegetationsbrands sind in Deutschland bzw. in Europa vorwiegend auf das Handeln des Menschen zurückzuführen: Etwa 97-99% aller Brände entstehen durch nachlässigen oder vorsätzlichen Umgang mit Feuer oder anderen Feuer auslösenden Faktoren. Die Zukunft des Umfangs und der Konsequenzen von Waldbränden wird daher unverändert durch das Zusammenwirken anthropogener Faktoren mit der sich verändernden natürlichen Umwelt bestimmt werden. Johann Georg Goldammer, Global Fire Monitoring Center (GFMC), Freiburg Bild: Waldbrand in Russland. Foto: Global Fire Monitoring Center (GFMC), Freiburg 1) Northern fires caused almost a quarter of global forest loss … Forest fires destroyed vast areas of woodland in Canada and Russia between 2011 and 2015, greatly contributing to greenhouse gas emissions that [...]

Nach oben